1:1 im Derby v.a. Dank Teufelskerl Moritz Weis

SC 04 Schwabach – SV Unterreichenbach   1:1 (1:0)

Was für ein Derby mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten vor 1.400 Zuschauern. Man of the match auf Seiten der „Urus“ war Keeper Moritz Weis, der mit unglaublichen Paraden sein Team im Spiel hielt und damit den Last-minute-Punktgewinn durch den Kopfball von seines Schwagers Armin Danninger überhaupt ermöglichte.

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr – ähnlich wie bei ihrem 7:0-Kantersieg gegen Buckenhofen vor wenigen Tagen. In der 7. Minute bereits die erste Glanztat von Moritz Weis, der einen Abschluss von Wackersreuther aus kurzer Distanz abwehrte, und auch der Nachschuss konnte noch vor der Torlinie geklärt werden. Nur 120 Sekunden später war es wieder Keeper Moritz Weis, der mit der nächsten Glanzparade gegen Omoregbee das 1:0 verhinderte. In der 19. Minute war auch er dann machtlos, als sich ein für ihn unhaltbar abgefälschter Schuss von Woleman ins Tor senkte. In der 30. Minute der erste nennenswerte Vorstoß des SV Unterreichenbach: Nach einer Flanke von Jonas Bömoser war der Kopfball von Lukas Frauenknecht aber zu unplatziert. Dann brannte es wieder lichterloh auf der anderen Seite: Zunächst konnte Teufelskerl Moritz Weis gegen Woleman per Fußabwehr das 2:0 verhindern (36.). Und nur zwei Zeigerumdrehungen später lenkte er einen Flachschuss von Winkler mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten. In der 45. Minute scheiterte auch Zillmann an der an diesen Tag fast unüberwindbaren Unterreichenbacher Nummer Eins im Tor. So ging es nur mit einem knappen Vorsprung der Heimelf in die Halbzeitpause – aus deren Sicht hätte es natürlich weitaus deutlicher sein müssen.

Die „Urus“ nahmen für die zweiten 45 Minuten einige Umstellungen – auch hinsichtlich Taktik auf nun 4-4-2 – vor, was das Spiel in eine völlig andere Richtung drehte. Doch zunächst noch eine Schrecksekunde, als Ruhrseitz in der 48. Minute das 2:0 auf dem Fuß hatte. Doch auch er konnte den erneut überragenden Moritz Weis aus kurzer Distanz nicht bezwingen. Innerhalb von 120 Sekunden hatten die „Urus“ dann durch Xaver Distler drei hochkarätige Möglichkeiten (54.-56.): Zunächst traf er nach glänzender Vorarbeit von Lukas Pöperny den Ball nicht richtig, dann verhinderte die Unterkante nach seinem Kopfball den 1:1-Ausgleich. Schließlich setzte er eine Direktabnahme weit über das 04-Gehäuse. Die Dominanz der Gastgeber der ersten Hälfte war verflogen, doch auch sie hatten dann zwischenzeitlich nochmals zwei gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung: Zunächst köpfte Ruhrseitz die Kugel neben das fast leere Tor (57.), und dann schoss Winkler in der 62. Minute haarscharf am linken Pfosten vorbei. Aber ungeachtet davon hatten die „Urus“ das Kommando in dieser Partie übernommen, während die Lokalrivalen von der Wiesenstraße nur noch reagierten und v.a. auf Konterchancen lauerten. In der 79. Minute bot sich Lukas Frauenknecht eine gute Freistoßmöglichkeit, doch er setzte das Leder über das Gehäuse der Heimelf. Nur 60 Sekunden später war es erneut Lukas Frauenknecht, der nach feiner Einzelleistung fast den Ausgleich erzielt hätte, doch er verzog seinen Abschluss aus mehr als aussichtsreicher Position knapp. Das Team von Michael Scherbel ließ nicht locker, glaubte weiter an den Ausgleich und wurde dann in der Nachspielzeit für ihren unermüdlichen Einsatz auch belohnt. Ein zunächst abgewehrter Eckball wurde nochmal in den 16er geflankt, Xaver Distler köpfte als Vorlage nach innen und Armin Danninger war per Kopf aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich erfolgreich. Was für ein Jubel auf dem Platz und auf der von den lautstarken Unterreichenbacher Fans dominierten vollbesetzten Tribüne.

Nach drei Auswärts-Niederlagen in den ersten drei Landesligajahren nun also endlich auch was Zählbares auf dem Platz des großen Lokalrivalen SC 04 Schwabach. Leider bleibt nicht viel Zeit, um den Erfolg zu feiern, denn am Sonntag im Heimspiel gegen Mögeldorf gilt es, möglichst mal wieder einen Dreier einzufahren, um sich wieder etwas von den Abstiegsrelegationsplätzen zu distanzieren.

SV Unterreichenbach: Weis, F. Klarner, Danninger, D. Bub (69. S. Brechtelsbauer), Jeltsch, Schlicker (58. Malek), Bömoser, Frauenknecht, X. Distler, Kurz (88. E. Brechtelsbauer), Juric (46. Pöperny).