5:3 im 11-Meter-Schießen dank Elfmeterheld Moritz Weis!!!

SV Unterreichenbach – 1. FC Kalchreuth 5:3 n.E. (2:2; 2:1)


Was für eine Dramatik im Relegations-Rückspiel in Unterreichenbach. Letztendlich gab es auch nach 120 Minuten keinen Sieger und das Elfmeter-Schießen musste die Entscheidung bringen, wo dann Keeper Moritz Weis drei Elfer hintereinander hielt und damit zum Held des Tages wurde.
Aber erstmal von Beginn an: Die erste Torchance in dieser Partie hatten die „Urus“ bereits nach 120 Sekunden. Nach Foulspiel an Joshua Kurz versuchte sich Soner Uluca mit einem direkten Freistoß, den der Kalchreuther Schlussmann gut parierte. In der 8. Minute das 0.1, als Rößner beim Klärungsversuch so unglücklich angeschossen wurde, dass das Leder zur Kalchreuther Führung ins Tor prallte. Das Spiel hatte keine Verschnaufpause, denn in der 11. Minute köpfte Joshua Kurz auf der anderen Seite nach Freistoßflanke von Johannes Malek knapp vorbei. Dann waren wieder die Gäste an der Reihe, aber gegen Rößner und J. Dorn zeigte Keeper Moritz Weis zweimal seine Klasse und ließ sich kein weiteres Mal bezwingen (13./17.). In der 24. Minute durften dann auch die „Urus“ jubeln, als Xaver Distler nach Flanke von Johannes Malek zum 1:1 einköpfte. In der 40. Minute zog Dierke aus 20-Meter-Torentfernung ab, aber Schlussmann Weis konnten den Ball mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten lenken. In der 42. Minute dann die Führung für die „Urus“. Nach Ecke von Simon Schallmayer war Joshua Kurz per Kopf zum 2:1 erfolgreich. Doch kurz nach dem Anstoß brannte es lichterloh im Unterreichenbacher Strafraum: Armin Danninger konnte in höchster Not klären, doch leider verletzte er sich bei dieser Rettungsaktion und konnte nicht mehr weiterspielen.
Nach dem Wiederanpfiff beruhigte sich die Partie im Vergleich zur rassigen ersten Hälfte erstmal. Die „Urus“ kontrollierten die Partie, so dass es erstmal keine nennenswerten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten gab. Wie aus dem Nichts dann der 2:2-Ausgleich in der 68. Minute durch einen Kopfball von Rößner. Das gab den Gästen aus Kalchreuth natürlich wieder Auftrieb. In der 76. Minute konnte Keeper Moritz Weis einen Schuss von Giering klasse noch über die Latte lenken. Aber das war es dann auch schon wieder, so dass es stark nach Verlängerung roch. Allerdings handelten sich die Gäste, die bereits sieben Mal gelb gesehen hatten, kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch eine gelb-rote Karte für Giegold ein.
In Überzahl war die Rascher-Elf dann in der Verlängerung über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. In der 95. Minute köpfte Joshua Kurz nach Flanke von Lukas Pöperny übers Kalchreuther Gehäuse. Zwei Zeigerumdrehungen später Flanke von Stefan Brechtelsbauer in den Strafraum, wo David Bub in aussichtsreicher Position das Leder nicht voll traf.
In Hälfte Zwei der Verlängerung gab es zunächst keine hochkarätigen Tormöglichkeiten mehr. Die „Urus“ mussten in der 118. Minute noch eine Schrecksekunde überstehen, aber Piwernitz setzte den Ball aus guter Abschlussposition übers Tor.
Dann also Glückspiel Elfmeterschießen. Die Gäste konnten ihren ersten Elfmeter durch Piwernitz verwandeln, während auf Seiten der „Urus“ Joshua Kurz an der Latte scheiterte. Doch dann kamen die Minuten des Elfmeterhelds Moritz Weis, der die nächsten drei Versuche der Gäste jeweils klasse parierte. Was für eine Wahnsinnsleistung. Einfach unglaublich!!! Auf Seiten der „Urus“ verwandelte dann Simon Schallmayer und Stefan Brechtelsbauer, so dass Lukas Pöperny als 4. Schütze bereits die Entscheidung auf dem Fuß hatte. Auch er blieb cool, verwandelte seinen Elfmeter zum 5:3-Endstand, und dann brachen alle Dämme. Die Spieler begruben ihren Elfmeterkiller Moritz Weis unter sich.
Aber es ist noch nichts geschafft. Nun muss man auch noch die 2. Runde erfolgreich überstehen. Da geht es bereits am kommenden Mittwoch, 28.05., 18:30 Uhr, zum Hinspiel zum Baiersdorfer SV. Ehe dann nach dem alles entscheidenden Rückspiel am Samstag, 31.05., in Unterreichenbach, endgültig feststeht, wer von diesen beiden Teams ein weiteres Landesligajahr spielen darf.

SV Unterreichenbach: Weis, Malek, Jeltsch, Danninger (44. Bömoser), F. Klarner, D. Bub, Goetz (85. S. Brechtelsbauer), Uluca (96. Rödig), Schallmayer, X. Distler (76. Pöperny), Kurz.