SG Quelle Fürth – SV Unterreichenbach 4:1 (3:1)
Es war alles angerichtet für eine rot-weiße Fußballparty in Fürth. Eine mehr als beeindruckende Kulisse von mehreren Hundert Unterreichenbacher Fans wollten die „Urus“ auf dem letzten Schritt zum Klassenerhalt begleiten. Ein Unentschieden hätte gereicht, das war vor der Partie klar. Doch es kam anders, da die Rascher-Elf nicht mal annähernd an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen konnte. In der Rückrunde hatte man immerhin beeindruckende 28 Punkte geholt (4. in der Rückrundentabelle). Und auch von den anderen Plätzen gab es leider keine Schützenhilfe, so dass 40 Punkte nicht ausreichten.
Erster Hallo-Wach-Moment für den SV Unterreichenbach bereits in der 3. Minute, als Haag eine Riesenchance zum frühen 1:0 hatte, doch Keeper Moritz Weis reagierte klasse und verhinderte den frühen Rückstand. Im Anschluss beruhigte sich die Partie zunächst. Die nächste nennenswerte Aktion führte dann doch zur Fürther Führung in der 23. Minute: Zunächst konnte Schlussmann Moritz Weis noch abwehren, doch die „Urus“ brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass Ramthun im 2. Versuch zum 1:0 vollenden konnte. Fünf Zeigerumdrehungen später lag das Leder dann erneut im Netz des Unterreichenbacher Gehäuses: Mit einem Heber aus gut 20-Meter-Torentfernung erzielte Schimm das 2:0. Nach diesem Doppel-Tiefschlag dann auch mal zwei nennenswerte Offensivaktionen der „Urus“. Zunächst wurde ein Schuss von Xaver Distler noch zur Ecke abgefälscht (32.). Und zwei Minuten später hatte Fabian Klarner eine gute Abschlusschance aus der Distanz. In der 37. Minute Angriff der Gastgeber über die linke Seite, die scharfe Hereingabe verwertete dann Haag zum 3:0. War das bereits die Vorentscheidung? Nein, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde ein Kopfball von Lukas Frauenknecht zunächst abgewehrt, aber dann kam der gerade erst eingewechselte Lukas Pöperny an den Ball und erzielte das 3:1. Direkt nach dem Tor musste der Fürther Keeper Kandemir mit Rot nach übertriebener Härte vorzeitig zum Duschen.
Also doch noch mal Hoffnung für die „Urus“, in den zweiten 45 Minuten in Überzahl mindestens das Unentschieden zu schaffen. Zudem war der eingewechselte Fürther Ersatzkeeper nicht gerade „groß gewachsen“. Natürlich hatte die Rascher-Elf nun deutlich mehr Ballbesitz, doch nennenswerte Tormöglichkeiten sprangen dabei nicht heraus. So verging Minute um Minute, aber ein Tor – egal wie – hätte sicher nochmal für einen positiven Schub gesorgt. In der 82. Minute fast das 4:1 nach einem Konter der SG Quelle, aber der Abschluss von Haag wurde noch zur Ecke abgefälscht. Die erste nennenswerte Chance der „Urus“ in Hälfte Zwei dann in der 90. (!!!) Minute durch einen Kopfball von Stefan Brechtelsbauer aus aussichtsreicher Position. Die Fürther hatten nun viel Platz zum Kontern und wären in der 93. Minute durch Angermeier fast erfolgreich gewesen, doch Keeper Moritz Weis verhinderte die endgültige Entscheidung. Die gelang dann aber Reinholz mit einem Traumtor zum 4:1-Endstand (95.).
Nach dem Schlusspfiff natürlich zunächst totale Leere bei Mannschaft und Fans des SV Unterreichenbach. Aber es hilft nichts, nun muss man schnellstmöglich noch einmal alle Kräfte bündeln, um über den schweren Umweg Relegation doch noch den Landesligaverbleib zu sichern. In der ersten Runde trifft man auf den Vizemeister der Bezirksliga Nord, den 1. FC Kalchreuth. Das Hinspiel findet am Donnerstag, 22. Mai, 18:30 Uhr, in Kalchreuth, und das Rückspiel am Sonntag, 25. Mai, 16:00 Uhr, in Unterreichenbach statt. Der Sieger aus Runde 1 trifft dann am Mittwoch, 28. Mai 2025 (18.30 Uhr), und Samstag, 31. Mai 2025 (16 Uhr), auf den Sieger der Partie SC Aufkirchen (Vizemeister der Bezirksliga Süd) vs. Baiersdorfer SV. Natürlich hoffen Mannschaft und Verein wieder auf den großartigen Support unser großen Anhängerschar in diesen Spielen, um am Ende vielleicht doch noch mit Verspätung die große rot-weiße Party feiern zu können.
SV Unterreichenbach: Weis, Malek, Jeltsch, Danninger, Goetz, D. Bub (44. Pöperny), F. Klarner, Schallmayer (61. Uluca), X. Distler, Frauenknecht, Kurz (73. S. Brechtelsbauer).
